Internetkriminalität: Schlechte Presse wegen dreister Betrüger
Dass Betrüger im Onlinegeschäft wirtschaftliche Schäden anrichten, ist leider Realität. Allerdings können diese Schäden unter Umständen weit über entgangene Umsätze und erschlichene Waren hinausgehen. Erst Anfang Januar geriet ein großer Onlinehändler ins Visier einer bekannten deutschen Tageszeitung – verantwortlich dafür: Ein Betrüger!
Wenn Verstorbene beim Versandhändler bestellen
Der Hintergrund: Ein bislang unbekannter Betrüger machte sich die über eine Todesanzeige veröffentlichten Personen- und Adressdaten eines kürzlich Verstorbenen zu Eigen und startete damit eine größere Einkaufstour bei einem namhaften Onlinehändler. Designerkleidung und hochwertige Markenschuhe – da kam schnell ein größerer Rechnungsbetrag zusammen. Kurzum: Die Witwe bekam zwar keine Lieferung – die hatte der Betrüger aller Wahrscheinlichkeit nach anonym vor dem Eingang des Mehrfamilienhauses abgefangen – dafür aber Mahnungen und Inkassoschreiben.
Letztlich wurde die Sache erst nach Intervention einer bekannten Tageszeitung zu Gunsten der Witwe geklärt. Das Geld kann abgeschrieben werden. Was bleibt, ist schlechte Presse für den Händler, der eigentlich selber in der Opferrolle ist.
Eine neue Betrugsmasche?
Ein Sprecher vom Bundesverband des Deutschen Versandhandels bezeichnet diese Betrugsmasche zwar als neu, allerdings ist diese schon seit geraumer Zeit bekannt. Daher prüfen schon viele Anbieter von Waren und Dienstleistungen im Distanzvertrieb die Daten eines Neukunden gegen so genannte Sterbedatenbanken, die beispielsweise vom Bund Deutscher Bestatter erfasst und gepflegt werden.
Allerdings vergehen in der Regel bis zu zwei Monate zwischen Todeszeitpunkt und Erfassung in einer solchen Datenbank. Und hier liegt das eigentliche Problem. Die meisten Tageszeitungen veröffentlichen aktuelle Todesanzeigen auch in ihrer Onlineausgabe. Diese sind eine wahre Fundgrube an potenziellen Adressen für Onlinebetrüger.
Schnelle Hilfe durch den SAFePay Sterbedatencheck
Der SAF Unternehmensverbund hat genau diese Problematik erkannt und reagiert mit einem neuen Baustein in der Onlineshop-Sicherheitslösung SAFePay: Der SAFePay Sterbedatencheck. Im Rahmen dieses Prüfmoduls werden systematisch Onlinetraueranzeigen gescannt und ausgewertet und im Rahmen einer Risikoprüfung dem Onlinehändler zur Verfügung gestellt.
Somit erkennt dieser sofort, dass es sich bei dem Besteller um einen Betrüger handeln könnte und kann die Bezahlungsmodalitäten entsprechend sicherheitsbasiert, z. B. gegen Vorkasse anpassen. So lassen sich nicht nur Zahlungsausfälle vermeiden, sondern auch unnötige schlechte Presse.
Hier können Sie den Online-Artikel der großen deutschen Tageszeitung nachlesen.