31/01/2012

4,8 % weniger Unternehmensinsolvenzen im Oktober 2011

Im Oktober 2011 meldeten die deutschen Amtsgerichte 2.363 Unternehmensinsolvenzen. Das waren nach Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) 4,8 % weniger als im Oktober 2010. Zuletzt hatte es einen Anstieg der Unternehmensinsolvenzen gegenüber dem entsprechenden Vorjahresmonat im August 2010 gegeben (1,6 %).

 

Verbraucherinsolvenzen

Die Zahl der Verbraucherinsolvenzen war im Oktober 2011 mit 7.838 Fällen um 9,8 % niedriger als im Oktober 2010. Damit lag zum fünften Mal in Folge die Zahl der Verbraucherinsolvenzen niedriger als im entsprechenden Vorjahresmonat. Zusammen mit den Insolvenzen von anderen privaten Schuldnern und Nachlässen summierte sich die Gesamtzahl der Insolvenzen im Oktober 2011 auf insgesamt 12.153 Fälle, das waren 9,1 % weniger als im Oktober des Vorjahres.

 

Offene Forderungen der Gläubiger
Die voraussichtlichen offenen Forderungen der Gläubiger bezifferten die Gerichte für den Oktober 2011 auf 2,7 Milliarden Euro gegenüber 2,1 Milliarden Euro im Oktober 2010.  Der Anstieg der Forderungen bei gleichzeitigem Rückgang der Zahl der Unternehmensinsolvenzen ist darauf zurückzuführen, dass im Oktober 2011 mehr Insolvenzen wirtschaftlich bedeutender Unternehmen registriert wurden als im Oktober 2010.

 

Jahresvergleich der Monate Januar bis Oktober
In den Monaten Januar bis Oktober 2011 wurden 25.217 Insolvenzen von Unternehmen (–6,5 % gegenüber dem gleichen Vorjahreszeitraum) und 86.407 Insolvenzen von Verbrauchern (–4,4 %) gemeldet. Insgesamt registrierten die Gerichte 133.436 Insolvenzen, das waren 5,0 % weniger als in den Monaten Januar bis Oktober 2010.

 

Quelle: Statistisches Bundesamt